*** Mit braven Pferden und gut vorbreitet war das Fuchs-Greifen ein tolles Erlebnis ***
Frauenkirchen/Burgenland - Für den Samstag vor dem Staatsfeiertag Ende Oktober hat der Pferdehof "Alte Puszta" bei Frauenkirchen im Burgenland wieder zur traditionellen, nun schon durch bald 30 Jahre stattfindenden Fuchsjagd eingeladen. Nach dem Start am Vormittag folgte das Jagdfeld dem durch viele Jahre sehr erfahrenen Master Inspektor Reinhold Zwinger über mehr als 20 Kilometer in einem abwechslungsreichen Ritt in allen Gangarten. Das Gelände im burgenländischen Seewinkel eignet sich ja gerade für eine solche Veranstaltung ganz ausgezeichnet, weil man auch schön zum Galoppieren kommt. Sogar sehr schön zum Galoppieren, wie sich auch heuer wieder gezeigt hat, denn mehrfach wurde sehr flott geritten, immer wieder waren Pferde im Renngalopp zu beobachten. Immer aber ist es der Mannschaft - Fuchs Bernhard Kummer, dem routinierten Master und den Pikeuren, den Töchtern der Familie Wetschka Theresa und Beatrice, gut gelungen, auch den schwächeren Reitern im Feld Sicherheit und dennoch ein wirklich eindrucksvolles Erlebnis zu geben.
Mutig ist die Entscheidung der Frauenkirchner, die Fuchsjagd als ein Greifen duchzuführen, es ist aber auch heuer wieder alles gut gegangen. In einem tollen, abschliessenden Jagdritt gelang es der Gastreiterin Raffaela Aigner aus Klosterneuburg, den Fuchsschwanz dem Darsteller von der Schulter zu ziehen und so die Jagd "siegreich" zu beenden. Die Burgenländer empfinden ja den Erfolg in der Fuchsjagd wie einen sportlichen Sieg, und begleitet man so eine Jagd auch nur als Beobachter, muss man sagen, dass das sportlich zutreffend ist; man muss schon sehr gut reiten, um da vorne mit dabei zu sein.
Im Anschluß an den Ritt nach Hause erfolgte eine Pferdeweihe durch den Ortspfarrer von Frauenkirchen am Althof, wieder begleitet durch die kleine Musikkapelle unter der Leitung von Herrn Lass. Die Jagd endete pünktlich gegen 15 Uhr, nach Versorgung der Pferde gab es das Jagdessen im Gästestüberl des Althofes und dann das "Jagdgericht" mit lustigen Bussen für kleine Vergehen gegen die "Etikette", und dann einem sehr geselligen Ausklang bis weit in den Abend. Das Startgeld für die sehr gut vorbereitete Jagd von 40 Euro für Erwachsene und 25 für Jugendliche bis 18 Jahre - einschliesslich Satteltrunk, Jause und auch das Abendessen! - wurde als sehr entgegenkommend empfunden.
Übrigens gehört es zur Tradition in Frauenkirchen, dass nicht ein "Profi" den Fuchs reitet, sondern jeweils der Sieger des Vorjahres. So souverän Bernhard Kummer also seine Aufgabe gelöst hat - und dem Fuchs kommt ja gerade beim Greifen im Finale eine ganz knifflige Rolle zu, einen guten Kurs vorzugeben, Spannung zu ermöglichen, aber auch der Sicherheit ganz umfassend Beachtung zu schenken - kommt nächstes Jahr also Raffaela Aigner diese Aufgabe zu. Geht alles gut mit ihrem Pferd, hat sie auch die Absicht bekundet, wieder dabei zu sein. Martin Walter

27 Teilnehmerinnen und Reiter fanden sich heuer am Pferdehof Alte Puszta bei Frauenkirchen zur Fuchsjagd ein.

Der wunderbare herbstliche Ausritt führte durch die abwechslunsgreiche Landschaft des Seewinkels bis nach Illmitz.

Gute Gelegheit gab der Boden schon zum ruhigen Canter-Galopp im Feld, Einstimmung auch für noch nicht so ans Jagdfeld gewöhnte Gastpferde.

Aber auch schon in den Abschnitten noch im Stil eines Hubertusrittes gab es schnellen Galopp.

Breite Sprünge von vernünftigen Abmessungen sind ein wichtiger Sicherheitsaspekt.

Auf gutem Boden auf der Jagd: Es gab manchen Renngalopp zu sehen.

Ein großer Spaß, ein großes Erlebnis, aber auch alles gut gegangen - Anlaß zum Danke-Sagen: Den Abschluß bildete windgeschützt im Hof die Pferdeweihe, begleitet von der Bläserkapelle. Fotos: Max Schinko/Fam. Wetschka