Am 26.12. fand auf der Reitanlage des RFV Spatenhof in Ligist eine Pferdeweihe statt.

In der Weststeiermark ist es üblich, dass sich die größeren Reitbetriebe mit der Veranstaltung einer Pferdeweihe zum Stefanitag abwechseln. Reiter und Fahrer aus den anderen Reitbetrieben machen sich dann auf den Weg zu dieser Reitanlage, um an der Pferdesegnung teilzunehmen. Der Stefaniritt ist auch immer eine Gelegenheit, Pferde verschiedenster Rassen zu bestaunen. Auch dieses Jahr war eine bunte Vielfalt unterwegs.




Obwohl es in der Früh sehr kalt war, war das Wetter durch strahlenden Sonnenschein optimal und der am Vortag gefallene Schnee ermöglichte auch auf den gefrorenen Wegen einen flotten Galopp.

Das Team um Hausherrn Franz Seidler war sehr darum bemüht, allen Pferden, Reitern und Kutschenfahrern einen angenehmen Aufenthalt zu bescheren. Auch die Weihe, die von Herrn Monsignore Pfarrer Rupert Rechberger durchgeführt wurde war schön und stimmungsvoll. Alle Pferde bekamen geweihtes Brot und Salz sowie ein Zweiglein als *** für das Halfter. Durch die Weihe sollen die Pferde vor Krankheit und Unheil bewahrt werden. Für Reiter und Fahrer sowie die Zuseher gab es Glühwein, Tee und Würstel. Bläser sorgten für die musikalische Untermalung.





Der Stefanitag wird seit dem 5. Jahrhundert am 26. Dezember in Erinnerung an das Martyrium des Heiligen Stephanus begangen. Warum aber gerade der Heilige St. Stefanus als ältester Schutzpatron der Pferde gilt, darüber sind sich Volkskundler bis zum heutigen Tag nicht einig. Weder in seiner Lebensgeschichte, noch in irgendwelchen Legenden um seine Person wird je ein Pferd erwähnt. Am wahrscheinlichsten ist aber die Erklärung, dass St. Stefanus in den westeuropäischen Ländern eine ältere Glaubensgestalt ersetzt, nämlich die der keltischen Pferdegöttin Epona.

Reitern und Pferden war das egal; sie genossen den schönen Ritt und das Zusammentreffen mit den anderen.












