Offen gesagt!

Brücken bauen!

Das Jahr biegt ein in die Adventzeit, die kürzesten Tage brechen an – nicht mehr weit bis zur Weihnacht! Wenigstens in der Theorie alter Kulturen wie auch der Christen eine Zeit, in der auch der Tiere gedacht wird. Bäuerliche Tradition ist es ja noch heute, zur Weihnacht mit den Tieren Brot und Salz zu teilen.

Mehr nur modern gedacht beginnt rund um die Pferde die Zeit der Vorbereitungen fürs Weihnachtsreiten. Quadrille-Übungen in den nächsten Wochen und dann die festliche Vorführung – es ist eine Zeit, die das Gemeinsame in den Vordergrund stellt.

Vielleicht kein Zufall also, wenn man gerade jetzt über engagierte, von unendlicher Zivilcourage und Einsatzbereitschaft getragene Projekte stößt. Wie die Betreuung von Kindern in großen Schwierigkeiten bei TOP. Nicht oder nicht nur materielle Schwierigkeiten sind damit gemeint, sondern meist ist es darauf zurückzuführen, dass es für diese Kinder wenig Gemeinsamkeit gibt, dafür viel Aggressivität. Erfahrungen mit den friedlichen großen Tieren sind da tiefempfunden ausgleichend; was man mit einem Besen macht, dass der nicht so gut Deutsch sprechende Helfer ein riesig netter Kerl ist, wie man eine Scheibtruhe fährt, dass man auch mal einfach in friedlichem Streicheln mit dem Tier Kontakt aufnehmen kann – viel zu oft ist es eine ganz neue Welt des Erlebens, die sich da auftut.

 Entschuldigung, wenn man in einem solchen Moment aufs Geld zu sprechen kommt. Viel ehrenamtliche Hilfe trägt die Pferde, die sich in solchen Projekten verdient machen. Manchmal wie in der Wiener Freudenau wird man sogar nachdenklich – bei aller Wertschätzung für die vierbeinigen Staatsmeister und Grand-Prix-Veteranen -, wer jetzt die eigentlichen Helden des Alltags sind. Eher die Schul-, Lehr- und Therapiepferde, ist man versucht zu sagen.

Jedenfalls steht für uns bei IHEP-Blog, im Tagebuch der rot-weiß-roten Reiterinnen, in diesem Advent das Projekt TOP im Mittelpunkt. Dem es gut geht, das in sein sechstes Jahr kommt, getragen von viel Unterstützung der Gemeinde Wien und des ASKÖ, und dessen Bestand vor allem auch durch die Motoren und Seelen Obfrau Dr. Jutta Judex und Mag.vet. Christa Heissl bis zum Ende des Schuljahres, also bis zum nächsten Sommer gesichert ist. 700 Kinder nehmen in mehr als 40 Gruppen in diesem Rekordjahr teil und einen Erfahrungsschatz mit nach Hause. Doch spätestens im Frühjahr muss, wie in allen ehrenamtlichen Institutionen, neu nachgedacht und besprochen werden, ob und wie es weitergehen kann – in Zeiten zusammenbrechender öffentlicher Budgets.

Und das führt zu einer allgemeingültigen Überlegung, einem allgemeingültigen Anliegen, in diesem bald ausklingenden Ehrenjahr des gemeinnützig-freiwilligen Engagements: Kaum jemand von uns hat so gewaltige Mittel zur Verfügung, um selbst einzuspringen. Spenden machen schon einiges aus, sind aber keine kalkulierbare Basis. Aber was wir tun könnten, was viele von uns in unseren beruflichen Positionen tun könnten, ist Brücken bauen. Das gilt für alle Bemühungen und ehrlichen Vereine. Wenn eine Chance erkennbar wird, mit einem Unternehmen ins Gespräch zu kommen – man kennt die Leiterin der Werbeabteilung, man weiß, wie ein sinnvoller Antrag aussehen müsste, um Erfolg zu versprechen -, dann könnten wir diesen Tipp weitergeben. Gerade in den Familien, die Pferdehaltung ermöglichen können, gibt es wenig Zeit auch noch für breites ehrenamtliches Engagement. Aber eine erkannte Chance an diejenigen, die breites Engagement einbringen können und wollen, weiterzugeben und vielleicht die Bekannte oder den Geschäftspartner kurz vorbereiten auf ein Kontaktgespräch – sind wir ehrlich, viele von uns könnten sowas.

Und es wäre die Sache mehr als wert, im eigenen Verein oder auch für Bemühungen wie TOP. 

Jutta Judex (0676-948 4648) und Christa Heissl (0676-734 86 68) sind dankbar für Hinweise, Unterstützung, und unbedingt konstruktive und verlässliche Persönlichkeiten, die man ohne Bedenken weiterempfehlen kann.

Eine schöne, friedvolle, und allen Christen eine gesegnete Adventzeit!

Alles zu TOP: http://www.reitsport-individuell.at/index.php?option=com_contact&catid=12&Itemid=61
Veröffentlicht Mittwoch, 2. November 2011 11:56 von IHEP-Redaktion
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