Hinterhand aktivieren

Letzter Beitrag 20.03.2010, 16:42 von Chrisiii. 18 Antworten.
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  •  27.01.2010, 13:35 1882239

    Hinterhand aktivieren

    Was genau bedeutet das eigentlich? Und wie seh/ fühl ich ob ein Pferd auf der VH oder auf der HH geht?
  •  28.01.2010, 12:08 1883527 Antwort zu 1882239

    AW: Hinterhand aktivieren

    Kurze Info zum besseren Verständnis:

    Pferde haben von Natur aus das meiste Gewicht auf der Vorhand, als Fluchttier garantiert diese Verteilung eine effektive Waffe gegen Feinde. DIE FLUCHT!

    Der Begriff, das Pferd geht auf der Hinterhand ist mMn irreführend. Ein Pferd geht nur dann auf der Hinterhand wenn es sein Gewicht zu 100 % darauf hat und das geschieht nur in der Levade, Pesade, Steigen, etc. Hier wird das Gewicht Maximum auf die Hinterhand verlagert und das Pferd ist auf der Hinterhand.

    Beim Reiten strebt man eine gleichmässige Verteilung des Pferde und Reitergewichts auf alle 4 Beine an, dadurch soll die Vorhand entlastet werden, die Hinterhand aktiv sein und das Gewicht gleichmässig verteilt werden. Der Schwerpunkt des Pferdes wird also demnach verlagert, von vorne nach hinten.

    Daher finde ich den Begriff sehr irreführend, für mich gilt eher, die HH ist aktiv.

    Zum Thema sehen:

    Oft wird erklärt, dass das Hinterbein über die Spur des Vorderbeines spuren soll, dann ist die HH aktiv. Stimmt auch, ist aber nur ein Kriterium von vielen. Es ist Exterieur abhängig WIE weit ein Pferd über die Spur tritt oder nicht. Ein sehr langes Tier, mit vielleicht sogar noch kurzen Beinen wird niemals so schön untertreten können wie ein "perfekt" gebautes Reitpferd. Für mich gilt hier wieder, die HH soll aktiv sein, das Pferd soll korrekt von hinten nach vorne über den Rücken schwingen. Erst dann kann man von reiten reden und erst dann lässt sich ein Pferd vom Reiter formen. Es ist daher sehr vom jeweiligen Pferd abhängig wie es korrekt aussieht. Ausserdem ist es auch wieder von der Gangart und dem Ausbildungsstand des Pferd Reiter Paares abhängig. Im Trab beispielsweise kannst du von der Seite, bei einer aktiven HH, sehen, dass die diagonalen Röhren und Oberarme zeitgleich vorfussen UND ein gleichmässiges Dreieck zwischen Vorhand und Hinterhand entsteht. Hier hast du auch gleich das Indiz für Losgelassenheit des langen Rückenmuskel. 

    Zum Thema fühlen:

    Am besten auf einem gut geschulten Pferd reiten, welches einem das korrekte Reiten beibringt. Wird die HH aktiv und geht das Pferd mit korrekten Spannungsbogen über den Rücken, verlagert sich der Schwerpunkt spürbar. Die Kraft kommt von hinten unten und verläuft durch den Widerrist, Genick und schliesslich zur Hand. Da spürst nur wie einen feinen Gummizug. Niemals mehr, dann dehnt sich dein Pferd nicht korrekt. Das Genick soll offen sein. Ich spüre es am besten (bei meinem Pferd) wenn sich eben der Schwerpunkt verlagert, die Kraft welche hinten entsteht vorne etwas abgefangen wird. Besser kann ich es nicht erklären. Der Widerrist kommt etwas höher, es fühlt sich an, als würden dich alle Muskeln in die Höhe drücken.

    Puuhh ich hoffe ich habe nichts vergessen.  

  •  28.01.2010, 20:34 1884321 Antwort zu 1883527

    AW: Hinterhand aktivieren

    Filzi:

    Kurze Info zum besseren Verständnis:

    Pferde haben von Natur aus das meiste Gewicht auf der Vorhand, als Fluchttier garantiert diese Verteilung eine effektive Waffe gegen Feinde. DIE FLUCHT!

    Der Begriff, das Pferd geht auf der Hinterhand ist mMn irreführend. Ein Pferd geht nur dann auf der Hinterhand wenn es sein Gewicht zu 100 % darauf hat und das geschieht nur in der Levade, Pesade, Steigen, etc. Hier wird das Gewicht Maximum auf die Hinterhand verlagert und das Pferd ist auf der Hinterhand.

    Beim Reiten strebt man eine gleichmässige Verteilung des Pferde und Reitergewichts auf alle 4 Beine an, dadurch soll die Vorhand entlastet werden, die Hinterhand aktiv sein und das Gewicht gleichmässig verteilt werden. Der Schwerpunkt des Pferdes wird also demnach verlagert, von vorne nach hinten.

    Daher finde ich den Begriff sehr irreführend, für mich gilt eher, die HH ist aktiv.

    Zum Thema sehen:

    Oft wird erklärt, dass das Hinterbein über die Spur des Vorderbeines spuren soll, dann ist die HH aktiv. Stimmt auch, ist aber nur ein Kriterium von vielen. Es ist Exterieur abhängig WIE weit ein Pferd über die Spur tritt oder nicht. Ein sehr langes Tier, mit vielleicht sogar noch kurzen Beinen wird niemals so schön untertreten können wie ein "perfekt" gebautes Reitpferd. Für mich gilt hier wieder, die HH soll aktiv sein, das Pferd soll korrekt von hinten nach vorne über den Rücken schwingen. Erst dann kann man von reiten reden und erst dann lässt sich ein Pferd vom Reiter formen. Es ist daher sehr vom jeweiligen Pferd abhängig wie es korrekt aussieht. Ausserdem ist es auch wieder von der Gangart und dem Ausbildungsstand des Pferd Reiter Paares abhängig. Im Trab beispielsweise kannst du von der Seite, bei einer aktiven HH, sehen, dass die diagonalen Röhren und Oberarme zeitgleich vorfussen UND ein gleichmässiges Dreieck zwischen Vorhand und Hinterhand entsteht. Hier hast du auch gleich das Indiz für Losgelassenheit des langen Rückenmuskel. 

    Zum Thema fühlen:

    Am besten auf einem gut geschulten Pferd reiten, welches einem das korrekte Reiten beibringt. Wird die HH aktiv und geht das Pferd mit korrekten Spannungsbogen über den Rücken, verlagert sich der Schwerpunkt spürbar. Die Kraft kommt von hinten unten und verläuft durch den Widerrist, Genick und schliesslich zur Hand. Da spürst nur wie einen feinen Gummizug. Niemals mehr, dann dehnt sich dein Pferd nicht korrekt. Das Genick soll offen sein. Ich spüre es am besten (bei meinem Pferd) wenn sich eben der Schwerpunkt verlagert, die Kraft welche hinten entsteht vorne etwas abgefangen wird. Besser kann ich es nicht erklären. Der Widerrist kommt etwas höher, es fühlt sich an, als würden dich alle Muskeln in die Höhe drücken.

    Puuhh ich hoffe ich habe nichts vergessen.  

    voll fadweiter erklären, nicht aufhören....

  •  29.01.2010, 12:20 1885025 Antwort zu 1884321

    AW: Hinterhand aktivieren

    Baham:
    Filzi:

    Kurze Info zum besseren Verständnis:

    Pferde haben von Natur aus das meiste Gewicht auf der Vorhand, als Fluchttier garantiert diese Verteilung eine effektive Waffe gegen Feinde. DIE FLUCHT!

    Der Begriff, das Pferd geht auf der Hinterhand ist mMn irreführend. Ein Pferd geht nur dann auf der Hinterhand wenn es sein Gewicht zu 100 % darauf hat und das geschieht nur in der Levade, Pesade, Steigen, etc. Hier wird das Gewicht Maximum auf die Hinterhand verlagert und das Pferd ist auf der Hinterhand.

    Beim Reiten strebt man eine gleichmässige Verteilung des Pferde und Reitergewichts auf alle 4 Beine an, dadurch soll die Vorhand entlastet werden, die Hinterhand aktiv sein und das Gewicht gleichmässig verteilt werden. Der Schwerpunkt des Pferdes wird also demnach verlagert, von vorne nach hinten.

    Daher finde ich den Begriff sehr irreführend, für mich gilt eher, die HH ist aktiv.

    Zum Thema sehen:

    Oft wird erklärt, dass das Hinterbein über die Spur des Vorderbeines spuren soll, dann ist die HH aktiv. Stimmt auch, ist aber nur ein Kriterium von vielen. Es ist Exterieur abhängig WIE weit ein Pferd über die Spur tritt oder nicht. Ein sehr langes Tier, mit vielleicht sogar noch kurzen Beinen wird niemals so schön untertreten können wie ein "perfekt" gebautes Reitpferd. Für mich gilt hier wieder, die HH soll aktiv sein, das Pferd soll korrekt von hinten nach vorne über den Rücken schwingen. Erst dann kann man von reiten reden und erst dann lässt sich ein Pferd vom Reiter formen. Es ist daher sehr vom jeweiligen Pferd abhängig wie es korrekt aussieht. Ausserdem ist es auch wieder von der Gangart und dem Ausbildungsstand des Pferd Reiter Paares abhängig. Im Trab beispielsweise kannst du von der Seite, bei einer aktiven HH, sehen, dass die diagonalen Röhren und Oberarme zeitgleich vorfussen UND ein gleichmässiges Dreieck zwischen Vorhand und Hinterhand entsteht. Hier hast du auch gleich das Indiz für Losgelassenheit des langen Rückenmuskel. 

    Zum Thema fühlen:

    Am besten auf einem gut geschulten Pferd reiten, welches einem das korrekte Reiten beibringt. Wird die HH aktiv und geht das Pferd mit korrekten Spannungsbogen über den Rücken, verlagert sich der Schwerpunkt spürbar. Die Kraft kommt von hinten unten und verläuft durch den Widerrist, Genick und schliesslich zur Hand. Da spürst nur wie einen feinen Gummizug. Niemals mehr, dann dehnt sich dein Pferd nicht korrekt. Das Genick soll offen sein. Ich spüre es am besten (bei meinem Pferd) wenn sich eben der Schwerpunkt verlagert, die Kraft welche hinten entsteht vorne etwas abgefangen wird. Besser kann ich es nicht erklären. Der Widerrist kommt etwas höher, es fühlt sich an, als würden dich alle Muskeln in die Höhe drücken.

    Puuhh ich hoffe ich habe nichts vergessen.  

    voll fadweiter erklären, nicht aufhören....

     

     

  •  09.03.2010, 19:25 1921345 Antwort zu 1885025

    AW: Hinterhand aktivieren

    super erklärt, muss ich schon sagenharharhar
  •  12.03.2010, 10:04 1923839 Antwort zu 1921345

    AW: Hinterhand aktivieren

    Hab jetzt schon viel über´s Hinterhand aktivieren gelesen....

    Mich würde es interessieren wie ihr die Hinterhand aktivieren würdet?

  •  12.03.2010, 10:17 1923862 Antwort zu 1923839

    AW: Hinterhand aktivieren

    kurz und knapp: viele übergänge reiten (auch in der gangart), aus dem rückwärtsrichten antraben, volten oder touren, seitengänge. natürlich in korrekter biegung und stellung. all das animiert das hinterbein weiter unter den schwerpunkt zu treten

    tante edith: und natürlich aus dem vorwärts heraus - ohne entsprechends vorwärts (hinteren motor anwerfen) ist's fürs pferd net möglich das gewicht auf die hinterhand zu verlagern. 

  •  12.03.2010, 10:19 1923865 Antwort zu 1923839

    AW: Hinterhand aktivieren

    privat86:

    Hab jetzt schon viel über´s Hinterhand aktivieren gelesen....

    Mich würde es interessieren wie ihr die Hinterhand aktivieren würdet?

     äh - um - vorwärts reiten? 

     übergänge, tempowechsel, seitengänge, wendungen in gleichmäßigem tempo  ...

     ich bin ein bissl ratlos angesichts deiner frage, denn eigentlich tut man ja beim reiten die ganze zeit nichts anderes als die hinterhand aktivieren - ?

     

  •  12.03.2010, 10:27 1923873 Antwort zu 1923865

    AW: Hinterhand aktivieren

    sabagrau:
    privat86:

    Hab jetzt schon viel über´s Hinterhand aktivieren gelesen....

    Mich würde es interessieren wie ihr die Hinterhand aktivieren würdet?

     äh - um - vorwärts reiten? 

     übergänge, tempowechsel, seitengänge, wendungen in gleichmäßigem tempo  ...

     ich bin ein bissl ratlos angesichts deiner frage, denn eigentlich tut man ja beim reiten die ganze zeit nichts anderes als die hinterhand aktivieren - ?

     

    Ich wollte lediglich eure Meinungen zu dem Thema hören.

    Ich habe in einem deutschen Reitforum sehr unterschiedliche Meinungen dazu gehört.

    Für mich absolut klar: Vorwärts reiten (was zugleich aber nicht bedeutet Pferd rennen lassen!), viel auf gebogenen Linien reiten, Tempiwechsel innerhalb der Gangart, viele Übergänge reiten.

    Nicht so klar finde ich Seitengänge: Wenn weder das Pferd, noch der Reiter geübt darin sind, blockier ich mir damit doch viel mehr die Hinterhand oder?

  •  12.03.2010, 10:43 1923892 Antwort zu 1923873

    AW: Hinterhand aktivieren

    du kannst dir die seitengänge ja erst mal an der hand erarbeiten. hab ich mim goldpony so gemacht, weil ich von oben partout nicht zurecht gekommen bin und mich nur verkrampft hab. seit's vom boden aus quasi auf fingerzeig funktioniert, ist mir auch im sattel der knoten aufgegangen.
  •  12.03.2010, 10:51 1923906 Antwort zu 1923873

    AW: Hinterhand aktivieren

    privat86:

    Für mich absolut klar: Vorwärts reiten (was zugleich aber nicht bedeutet Pferd rennen lassen!), viel auf gebogenen Linien reiten, Tempiwechsel innerhalb der Gangart, viele Übergänge reiten.

    Nicht so klar finde ich Seitengänge: Wenn weder das Pferd, noch der Reiter geübt darin sind, blockier ich mir damit doch viel mehr die Hinterhand oder?

    Kann aus eigener erfahrung berichten ;-) viel geduld und zeit braucht man halt, obwohl so ein jahr eigentlich rückblickend eh sehr schnell vergeht und bei uns ein großer unterschied merkbar ist :-))

    mit  vorwärts reiten usw. wärs bei meinem sicher nicht gegangen, weil einfach die grundlage nicht so gepasst hat, er hat zwar ein nettes halserl gemacht, war aber einfach nicht ehrlich ... v.a. ist es mMn nicht korrekt im trab z.b.: vorwärts reiten und so die hinterhand zu aktivieren, bei mir beginnt einfach alles im schritt ...

    Vom Boden aus beginnen: an der Hand (auf kleiner tour) anfangs vermehrt zum untertreten auffordern,  dann langsam mal schulterherein, kruppherein, zuerst auf kleineren gebogenen linien, dann auch auf der geraden und an der longe mit kappzaum, ohne hz ;-) .... dauert halt alles viel länger - ist aber korrekter, ehrlicher und fürs pferd gesünder ..... und dann gehts auch vom sattel (event. mit helfer vom boden aus mit touchiergerte) aus viel leichter ....

     

  •  12.03.2010, 10:52 1923907 Antwort zu 1923873

    AW: Hinterhand aktivieren

    ist klar - ich kann die Hinterhand nur so aktivieren, wie ich das als Reiter und - nicht zu vergessen - wie das Pferd es bewältigen kann. Zu den Seitengängen nur so viel: es zahlt sich für Pferd und Reiter aus, sie zu lernen, und irgendwie muss man ja mal anfangen. Sie sind dann anfangs sehr wahrscheinlich noch keine tolle Gymnastik fürs Pferd - aber man wird ja nicht bloß deshalb für alle Zeiten drauf verzichten, oder?

    Was in der Diskussion ein bisschen vernachlässigt wurde, finde ich, ist, dass man die Hinterhand nur so weit aktivieren kann, wie man sie auch trainiert. Es ist nicht etwas, was man vom Pferd einfach fordern kann, sondern es muss das auch leisten können, und dafür braucht es Muskeln.  Aktivieren & Trainieren gehen Hand in Hand, und deshalb muss ich mir auch überlegen, wie viel ich wovon und wie lang von meinem Pferd verlangen kann. Heißt: Anforderungen langsam steigern, kurze Reprisen, mehrere Wiederholungen & Entspannungspausen (ich stell mir tatsächlich bei einer Dressureinheit immer vor, mein Pferd sei jetzt im Fitnessstudio ;-)).

     

     

     

  •  12.03.2010, 11:10 1923929 Antwort zu 1923906

    AW: Hinterhand aktivieren

    Bienchen1986:

    privat86:

    Für mich absolut klar: Vorwärts reiten (was zugleich aber nicht bedeutet Pferd rennen lassen!), viel auf gebogenen Linien reiten, Tempiwechsel innerhalb der Gangart, viele Übergänge reiten.

    Nicht so klar finde ich Seitengänge: Wenn weder das Pferd, noch der Reiter geübt darin sind, blockier ich mir damit doch viel mehr die Hinterhand oder?

    Kann aus eigener erfahrung berichten ;-) viel geduld und zeit braucht man halt, obwohl so ein jahr eigentlich rückblickend eh sehr schnell vergeht und bei uns ein großer unterschied merkbar ist :-))

    mit  vorwärts reiten usw. wärs bei meinem sicher nicht gegangen, weil einfach die grundlage nicht so gepasst hat, er hat zwar ein nettes halserl gemacht, war aber einfach nicht ehrlich ... v.a. ist es mMn nicht korrekt im trab z.b.: vorwärts reiten und so die hinterhand zu aktivieren, bei mir beginnt einfach alles im schritt ...

    Vom Boden aus beginnen: an der Hand (auf kleiner tour) anfangs vermehrt zum untertreten auffordern,  dann langsam mal schulterherein, kruppherein, zuerst auf kleineren gebogenen linien, dann auch auf der geraden und an der longe mit kappzaum, ohne hz ;-) .... dauert halt alles viel länger - ist aber korrekter, ehrlicher und fürs pferd gesünder ..... und dann gehts auch vom sattel (event. mit helfer vom boden aus mit touchiergerte) aus viel leichter ....

     

    *unterschreib*

  •  12.03.2010, 13:12 1924045 Antwort zu 1923929

    AW: Hinterhand aktivieren

    Na gut - dann misch ich hier auch mal mit:

    Also - aktivierend reiten kann man erst, wenn man genau fühlt, wann das Pferd mit dem inneren Hinterbein vorschwingt. Das ist im Schritt kurz nach dem Vorfußen der äußeren Vorhand bzw. im Trab zeitgleich. Treibt man ein Pferd während der Stützphase, ist da gar Nichts mit aktivierend reiten, sondern man lernt dem Pferd an, Impulse einfach zu ignorieren, weil es ihm nicht möglich ist, auf so was zu reagieren.

    Und aktivierende Impulse werden nur mit einer diese Seite betreffende Wade gegeben - niemals mit beiden gleichzeitig! Wird leider in vielen Reitställen falsch gelernt und dann wundert man sich über abgestumpfte Schulpferde ...

    Und weil vorher Seitengänge angesprochen wurde: ich finde sehr wohl, dass dieser Teil der Übung unbedingt ins gymnastizierende Programm dazugehört. Bei Remonten sollte man dies etwas vom Boden aus erarbeiten (wichtig für den Muskelaufbau, bevor Reitergewicht dazukommt) und unterm Reiter sollte man damit erst dann damit weiter machen, wenn es ausbalanciert in den GGA ist - früher nicht, das geht nur auf die Haxn ...

     

  •  12.03.2010, 13:47 1924081 Antwort zu 1924045

    AW: Hinterhand aktivieren

    seh ich genau so.vorallem die seitengänge nicht zu früh beginnen..........

     

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