Ponycoach / Ponymaster Kurs - versicherungstaugliches Unterrichten

Letzter Beitrag 01-04-2012, 17:32 von almtal. 27 Antworten.
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  •  06-08-2008, 19:23 1285682 Antwort zu 1189921

    AW: Ponycoach / Ponymaster Kurs - versicherungstaugliches Unterrichten

    Liebe Val2606!

    Ich hab den Kurs gemacht und bin seit gestern Ponymaster. Kann Dir sagen, dass die meisten TeilnehmerInnen weit überqualifiziert waren und trotzdem sehr viel mitgenommen haben. Es ging nämlich um Kinder und Ponys, und das ist was relativ Neues in Österreich. Wie viel wissen denn die meisten Ausbilder schon über die Eignung der verschiedenen Ponyrassen für verschiedene Zwecke, über die korrekte Durchführung und Teilnahme von Führzügelklassen, über Mounted Games, über das äußerst erfolgreiche englische System der Ponyclubs, über Ganzheitliche Reitpädagogik, etc.? Nicht allzu viel wahrscheinlich.

    Das waren aber nicht ausschließlich Themen des Kurses, die Klassiker, wie man sie bei ÜL-Kursen findet, Klassische Reittheorie, Rechtskunde, Vorträge von Tierarzt und Hufschmied (unter besonderer Berücksichtigung von Ponys), Beitrag des LFV, usw. waren natürlich genauso dabei.

    Ich kann den Kurs empfehlen.

    Lg Cicely

  •  06-08-2008, 19:58 1285725 Antwort zu 1285682

    AW: Ponycoach / Ponymaster Kurs - versicherungstaugliches Unterrichten

    und um uns unwissende das zu erklären hast du dich neu angemeldet.

  •  06-08-2008, 21:10 1285797 Antwort zu 1285725

    AW: Ponycoach / Ponymaster Kurs - versicherungstaugliches Unterrichten

    Hallo an no ny me!

    Warum sollte ich mich denn nicht neu anmelden? Darf man das nicht?

    Ich war übrigens schon früher mal hier angemeldet, hab dann aber lang nicht mehr reingeschaut und meine Zugangsdaten vergessen... irgendwie weiß ich jetzt auch wieder, warum ich so lange nicht reingeschaut habe: zu viel unqualifiziertes Gelaber...

    Lg Cicely

  •  06-08-2008, 22:56 1285957 Antwort zu 1285797

    AW: Ponycoach / Ponymaster Kurs - versicherungstaugliches Unterrichten

    Hierzu muss ich Cicely schon recht geben, dass in diesem Forum sehr viele über Dinge schreiben, von denen sie wirklich so absolut gar keine Ahnung haben.

     

    Aber trotzdem bin ich kein Befürworter für diesen Ausbildungszweig so wie er auf der angeführten Homepage vorgestellt wird.

    Denn das die Voraussetzungen hierfür zB. die österr. Reiternadel ist finde ich zu wenig. Denn hier soll man doch Kinder und Jugendliche in den Reitsport einführen und auch ausbilden. Und wenn man so schaut, wie heut zu Tage die Reiternadelprüfungen aussehen, was hier gefordert und gezeigt wird, so bin ich der Meinung, dass solche, die selbst erst am Lernen sind und in dieser Sportart eigentlich noch in Kinderschuhen stecken, diese nicht unterrichten sollen.

  •  06-08-2008, 23:21 1285992 Antwort zu 1285957

    AW: Ponycoach / Ponymaster Kurs - versicherungstaugliches Unterrichten

    aber alle anderen ausbildungen im konventionellen bereich (ül, instruktor, usw) sind auch nicht wirklich geeignet und eine bessere basis - oder siehst du das anders? und wenn ja, mit welcher begründung?

    was ich mich frage ist, soll die ponymaster ausbildung auch wirklich wettbewerbs(=turnier)lastig sein oder geht es in erster linie darum, kleinen kindern wertvollen reitunterricht zu bieten?

    ich bin eigentl. von letzterem ausgegangen. ist dem nicht so und es soll in richtung turnierehrgeiz gehen, ja, dann ist es natürlich was anderes.....

  •  06-08-2008, 23:56 1286007 Antwort zu 1285992

    AW: Ponycoach / Ponymaster Kurs - versicherungstaugliches Unterrichten

    ÜL nicht immer unbedingt, haben aber auf jeden Fall schon wesentlich mehr Hintergrundwissen und Reitinstruktor muss sowieso schon in Dr. u. Spr. auf Niveau Kl. L sein (staatliche Prüfung). Auch die Nebenfächer wie zB. Sportpsychologie kann man beim Reitinstruktor oder Trainer für Erwachsene und Kinder hernemen. Wie geeignet der jeweilige Ausbildner dann ist, mit Kinder oder Erwachsene umzugehen, ist individuell (und richtet sich auch höchst wahrscheinlich nach dem Interesse des jewiligen Ausbildners).

    Der Übungsleiter selbst sollte seiner Bestimmung nach ja auch nur für Reiterpass und Nadel eingesetzt werden und noch unter Beaufsichtigung des Reitinstruktors stehen. Nicht so wie viele der Meinung sind, sie haben den Übungsleiter und sind somit fertiger Reitlehrer und können zum Teil bis zur Klasse S unterrichten.

     

    Was ist wertvoller Reitunterricht? Meiner Meinung nach, soll man hier dem Reiter eine KORREKTE  Ausbildung bieten. Egal ob für´s Turnier oder für den Freizeitsport. Denn hier geht es ja nicht nur um den Spaß und die Aufmerksamkeit, welche Kinder haben sollen, sondern in erster Linie um die SICHERHEIT, welche nur durch fundamentierte Ausbildung gewährleistet werden kann.

    Und hier kann ich nur wiederrum sagen, dass jemand, der selbst erst die Reiternadel absolviert hat, erst am Anfang der Ausbildung steht und auf keinen Fall so weit ist, Kinder weiter auszubilden.

    Ihr lasst Euch ja auch nicht von einem Zimmerer- oder Tischlerlehrling die Stiegen ins 1.Stockwerk bauen - oder  :-)  

  •  06-09-2008, 0:45 1286015 Antwort zu 1285992

    AW: Ponycoach / Ponymaster Kurs - versicherungstaugliches Unterrichten

    Hi,

    Nein, es geht nicht in erster Linie um wettbewerbsorientierten Unterricht, sondern - wie Du richtig erkannt hast - um kindgerechten Reitunterricht. Kategorisch ausschließen sollte man Wettbewerbe in der einen oder anderen Form aber nicht, finde ich, Kinder in einem gewissen Alter wollen sich schon irgendwie messen.

    Es geht auch viel um den Umgang mit dem Pferd, dass Kinder überhaupt einmal die Gelegenheit haben, das Pony, das sie reiten, auch selbst zu putzen, etc. Es geht weiters um den Aufbau einer Beziehung zwischen Kind und Ausbilder, denn das ist ja die Basis, auf der alles Andere aufbaut - was auch immer das dann wird, der entspannte Wanderritt oder die Turnierkarriere. Aber das kommt viel später. Es geht in erster Linie um Kinder, auch um wirklich kleine Kinder.

     Lg Cicely

  •  06-09-2008, 0:55 1286017 Antwort zu 1286007

    AW: Ponycoach / Ponymaster Kurs - versicherungstaugliches Unterrichten

    Hi,

    Sicherheit war eines der zentralen Themen des Kurses, und zwar in jeder Form: von der korrekten Ausbildung des Ponys über die Ausrüstung bis natürlich zum Verhalten des Ausbilders. Wir haben uns durch alle Phasen der Pferdeausbildung gearbeitet, und auch die, die vorher vielleicht nicht so viel darüber wussten, wissen es jetzt. Dafür gibt's ja einen Kurs.

    Erwähnen möchte ich noch, dass die meisten TeilnehmerInnen höher qualifiziert waren (ich auch),  hab ich aber glaub ich eh schon geschrieben, die RN ist die absolute Mindestanforderung. Ich denke nicht, dass man eine wesentlich höhere Ausbildung benötigt, um mit Vierjährigen zu spielen während man sie auf einem Pony herumführt oder Sechsjährige auf das Kleine Hufeisen vorzubereiten - vorausgesetzt man hat sich intensiv mit dem beschäftigt, was man tut, und genau dafür ist der Kurs da!

    Wie gesagt, Beritt oder Korrektur im Sattel kann im Bereich der kleinen Ponys (und wir sprechen von teilweise wirklich kleinen Ponys!) vom Ausbilder ohnehin nicht vorgenommen werden. Es werden also keine Meisterreiter gesucht, sondern sachverständige Menschen mit pädagogischem Geschick. In der Ausbildung von kleinen Kindern geht es ja nicht um reiterliche Feinstformen. Die Kinder sollen Spaß haben und Sicherheit bekommen.

    Lg Cicely

  •  06-09-2008, 1:11 1286019 Antwort zu 1285957

    AW: Ponycoach / Ponymaster Kurs - versicherungstaugliches Unterrichten

    Hallo Ihr Lieben!

    Ich hab noch was vergessen. Wir haben am Kurs kurz über die Grundqualifikation RN gesprochen, die hier vielfach von Euch kritisiert wurde. Schließlich kam diese folgendermaßen zustande: Es ist dieselbe Qualifikation, die man auch für den Wanderreitführer braucht. Das hat, glaube ich, auch der LFV vorgegeben. Man hätte auch eine Lizenz hernehmen können, aber dann wären alle Leute, die sich nicht dem (herkömmlichen) Turniersport widmen, automatisch ausgeschieden, und das wäre doch auch schade. Schließlich gibt es auch im Freizeitreiterbereich fähige Menschen, die gerne mit Kindern arbeiten möchten, z.B. eben Wanderreitführer, Islandpferdereiter, Westernreiter mit WRC, Ponyreiter (mit Startkarte - ja , so was gibt's: Erwachsene, die Kleinpferde reiten!), etc.

    Und ich glaube, dass viele von Euch,die dieses Projekt kritisieren, noch nicht wirklich mit kleinen Kindern gearbeitet haben: Was willst Du einer Vierjährigen von korrektem Reiten erzählen? Da geht es um völlig andere Dinge. Du baust den Unterricht natürlich so auf, dass er zu korrektem Reiten führt, mit Fachvorträgen kommst Du da aber nicht weit! Und wie man den Unterricht aufbauen kann, genau dafür haben wir viele Anregungen bekommen. Mit Spielen, Rollenspielen, von FEBSen und Ganzheitlicher Reitpädagogik war die Rede, falls das jemandem von Euch was sagt. Ich weiß nicht, wie viele ÜL oder Instruktoren davon  was wissen. Und wir haben natürlich auch viele Anregungen zur Weiterbildung bekommen, falls der eine oder andere höher unterrichten will.

    Ich merke gerade, wie dieses Forum meine Zeit frisst, deswegen werde ich mich hiermit wieder aus der Diskussion ausklinken. Wer noch Fragen hat, kann sich gerne mit einer mail an mich wenden, oder besser gleich direkt an Martin Haller, den Veranstalter. Ich weiß, dass er sich über Interesse und konstruktive (!) Kritik bestimmt freut.

    Lg Lydia

  •  06-09-2008, 7:13 1286035 Antwort zu 1286019

    AW: Ponycoach / Ponymaster Kurs - versicherungstaugliches Unterrichten

    @ Cicely bzw. Lydia!

    Der Kurs selber, dass der nicht schlecht aufgebaut war, kann ich mir schon vorstellen. Trotzdem ist es meiner Meinung nach die RN als Vorraussetzung zu wenig. Denn wenn man sich in Reiterkreisen so umhört, heißt es jetzt, da gibt es eine Ausbildnderprüfung, mit der man sich günstig versichern lassen kann und braucht dazu nur die RN. Das spricht dann genau wiederum auch solche an, die zB. Den ÜL nicht geschafft haben, bzw. nicht schaffen, trotzdem unterrichten wollen und somit eine gute Gelegenheit darin erkennen. Und es bleibt ja dann nicht nur bei dem Grundgedanken, diese Ausbildung für 4jährige herzunehmen, sondern es wird auch sicher im Sportbereich Pony (Hafi, Pony,...) eingesetzt, wo wiederum quallifizierte Ausbildner hin gehören.

    Des weiteren: wieviele 4jährige Kinder fangen zu reiten an, dass es sich auszahlt, einen solchen Kurs zu besuchen. Nur bei den wenigen 4jährigen (die sowieso meist nur am Ponyführen interessiert sind) bekommst du doch nie das Geld, welches du in die Ausbildung gesteckt hast wieder herein. Also wird in Folge wieder weit höher unterrichtet, da man ja versichert ist, obwohl einem hierfür die eigentliche Qualifikation fehlt.

  •  06-09-2008, 14:20 1286841 Antwort zu 1286035

    AW: Ponycoach / Ponymaster Kurs - versicherungstaugliches Unterrichten

    Hi,

    Die Leute, die den Kurs absolvieren, sind sicher nicht auf das große Geld aus. Das Geld, das so eine Ausbildung kostet, kann man nur mit der Masse verdienen, und kleine Kinder kann man nicht in der Masse abfertigen, wenn man die Sicherheitsaspekte beachtet. Das sind Idealisten und teilweise auch Leute, die die eigenen und die Nachbarskinder betreuen, oder auf der anderen Seite welche, die in ihren schon bestehenden Betrieben ein eigenes Programm für kleine Kinder einrichten oder das bestehende System verändern wollen (das aber nicht das große Geld abwerfen wird, und das wissen auch alle). Und wenn jemand das Wissen und Können hat, höher zu unterrichten, kann er das ohnehin auch ganz ohne Prüfung machen, denn verboten im eigentlichen Sinn ist das nicht. Das sind ja nicht alles Kriminelle. Im Falle eines Unfalles muss man sich eben verantworten und nachweisen, dass man nicht fahrlässig gehandelt hat. Das muss ein geprüfter Ausbilder aber auch.

    Geht doch mal weg von dem Denken, dass alle geprüften Ausbilder  (ÜL, etc.) so verantwortungsvoll handeln, nur weil sie das mal in einem Kurs gehört haben. Solange es noch Instruktoren gibt, die fünf Kinder gleichzeitig an der Longe haben und nebenbei noch eine ganze Abteilung "unterrichten" (hab ich schon alles gesehen) oder vor ihren Schülern ohne Helm herumreiten (tolles Vorbild!), ist doch das ganze System eine Farce. Und was ist nebenbei bemerkt mit den vielen Richtern, die Reitunterricht geben, vielleicht auch seit 30 Jahren nicht geritten sind und keinerlei Ausbilderprüfung haben? Wissen die auch alle nicht, wovon sie reden? Fangt doch mal an, genauer hinzuschauen und die Qualität der Arbeit eines Einzelnen zu sehen!

    Lg Cicely

  •  01-04-2012, 13:19 2357524 Antwort zu 1286841

    AW: Ponycoach / Ponymaster Kurs - versicherungstaugliches Unterrichten

    Hallo liebe Leute :)

    Das Thema ist jetzt zwar schon etwas älter, bin aber aus Interesse gerade darauf gestoßen und habe eine (wahrscheinlich sehr blöde) Frage: Ich blicke nämlich immer noch nicht ganz durch, ob die Ausbildung zum Ponymaster nur rein theoretisch oder auch praktisch ist, und zwar praktisch in dem Sinne, dass man dann auch tatsächlich selbst am Pferd setzt und eine Dressur- und Springprüfung ablegt? Habe ich das richtig verstanden, dass man während der gesamten Ausbildung kein einziges Mal selbst am Pferd sitzt oder in der Hinsicht irgendeine Prüfung auf dem Pferd ablegt?? Sorry für die blöde Frage, aber ich kann das noch nicht so ganz glauben. Denn wenn man dann tatsächlich Kinder auch bis zum Niveau des Großen Hufeisens unterrichten sollte, sollte man doch selbst auch entsprechendes Reitkönnen mitbringen. Man brauch ja die Reiternadel, aber die sagt ja nicht allzu viel aus.
    Wie sieht denn eigentlich die Prüfung zum Großen Hufeisen aus? Ist das quasi die Vorstufe zum Reiterpass? Müssen die Kinder da auch schon springen?

    Würde mich einfach interessieren, rein der Neugier halber, bin auch am Überlegen, ab Herbst eventuell in Graz zu studieren, dann würde es sich auch anbieten, die Ponymaster-Ausbildung zu machen, wenn ich schon in der Gegend bin ;-)

     

    Würde mich über Antworten freuen :-) Danke!! :-)

    Liebe Grüße

    Lisa

  •  01-04-2012, 17:32 2357700 Antwort zu 2357524

    AW: Ponycoach / Ponymaster Kurs - versicherungstaugliches Unterrichten

    hallo Leute...

    Ich habe die Ausbildung zum Pony Master ebenso zur reitpädagogischen Betreuerin, ganzheitlichen Reitpädagogin, integrativen Reitpädagogin,  ÜL Voltigieren und Reiten.  Die Kombination zwischen ÜL und Reitpädagogin ist das Entscheidende und ich möchte sie nicht missen.  Soviel theoretisches Wissen, im positven Sinn wie beim Pony Master habe ich noch nie gelernt.

    Und, ja, es gibt Unmengen an Kinder ab 3 Jahre, die "reiten lernen möchten".  Nur muß man sich von der Vorstellung verabschieden, dass sie '"reiten" lernen möchten und die ganze Palette des Umgangs mit dem Pony zulassen.

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