Hufschuhe, Hufeisen oder Barhuf?

Letzter Beitrag 08-17-2010, 8:54 von steppenraser. 114 Antworten.
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  •  08-06-2010, 19:46 2032666 Antwort zu 2032665

    AW: Hufschuhe, Hufeisen oder Barhuf?

    naja, ich würd schon sagen, dass jeden tag oder jeden zweiten tag auf hartem boden reiten einiges bringt. aber wie lange und wie oft man da wirklich auf harten boden gehen muss um erfolge zu sehen, weis ich auch nicht wirklich....
  •  08-06-2010, 20:20 2032685 Antwort zu 2032666

    AW: Hufschuhe, Hufeisen oder Barhuf?

    catori:
    naja, ich würd schon sagen, dass jeden tag oder jeden zweiten tag auf hartem boden reiten einiges bringt. aber wie lange und wie oft man da wirklich auf harten boden gehen muss um erfolge zu sehen, weis ich auch nicht wirklich....

    aber es kann nicht falsch sein oder? also mein gedanke is dann immer "ich will ihm nicht schaden" kann ja sein dass es ihm  dann unangenehm ist wenn er da drauf gehen muss ^^' (ich bin ab und an ein kleiner schisser)

  •  08-06-2010, 20:24 2032689 Antwort zu 2032685

    AW: Hufschuhe, Hufeisen oder Barhuf?

    nö, also wenn das pferd keine gröberen probleme hat schadet auf hartem boden gehen sicher nicht, ist sogar gut für die sehnen (musst ja nicht gleich volltempo im galopp drüber gehen *ggg*).

    ich geh mit meinen sooo oft auf harten böden (schotterwege, straßen) und die sind alle gesund und munter. mein letztes ist auch gesund alt geworden.

  •  08-06-2010, 21:16 2032741 Antwort zu 2032689

    AW: Hufschuhe, Hufeisen oder Barhuf?

    catori:

     (musst ja nicht gleich volltempo im galopp drüber gehen *ggg*).

    hatte ich auch nicht vor *gg*

  •  08-06-2010, 22:48 2032801 Antwort zu 2032685

    AW: Hufschuhe, Hufeisen oder Barhuf?

    Fjordfan:
    aber es kann nicht falsch sein oder? also mein gedanke is dann immer "ich will ihm nicht schaden" kann ja sein dass es ihm  dann unangenehm ist wenn er da drauf gehen muss ^^' (ich bin ab und an ein kleiner schisser)

    Natürlich kann das falsch sein! Du musst immer auf Dein Pferd hören, wenn er nicht locker geht nimm Hufschuhe!
    Das hat teilweise nichts mit Gewöhnung und Hornabhärtung zu tun, wenn der Huf zu kurz ist oder die Sohle zu dünn, oder das Hufbein vorne runterdrückt usw. kann zuviel harter Boden oder Schotter durchaus in Huflederhautentzündung enden.

  •  08-06-2010, 22:56 2032802 Antwort zu 2032665

    AW: Hufschuhe, Hufeisen oder Barhuf?

    Fjordfan:
    Problem is nur im stall bei uns gibt es nur Graskoppeln, kann man die Hufe durch Training auf mehreren Böden (sprich: Hallenboden, Ausritt auf Schotter, Feld, etc.) wieder härten oder muss das Pferd einfach immer auf mehreren Bodenverhältnissen stehen/gehen/usw. um die Hufe fit zu halten? (ja man sieht ich kenn mich nuhuull aus ^^'')

    Man muss immer den Abrieb beobachten. Oft hat man nach Hufeisenabnahme sehr weiches und wegspreiselndes Horn, in den Spalten mit Bakterien durchsetzt, und es splittert bei der leichtesten mechanischen Belastung bis weit rauf.
    Das kannst Du nicht härten, da reicht ein einmaliger Ausritt und es ist weg. Wenn die ganze Wand unter Sohlenniveau ist "läuft das Pferd auf der Sohle". Dann kann es nur noch auf weichen Böden laufen, ansonsten bekommt es eine Sohlenlederhautentzündung.

    In so einem Fall muss erst von oben eine solide Wand nachwachsen. Das tut sie aber meist nur ohne Eisen. Für diese Zeit braucht man eben Hufschuhe.

    Erst wenn die solide Wand am Boden ist kann sie durch härtere Böden weiter gehärtet werden. Das funktioniert aber auch nur bei sonst entsprechend "hygienischen" Bodenverhältnissen. Wenn das Pferd in nasser Einstreu, Gatsch usw. steht gammelts von unten wieder und spreiselt wieder...

  •  08-07-2010, 8:57 2032835 Antwort zu 2032802

    AW: Hufschuhe, Hufeisen oder Barhuf?

    Eine weitere gute Methode mit der wir meist gute Erfolge bei der Barhufumstellung erzielen ist ein Klebebeschlag.

    Diese hallten, wenn sie von einem erfahrenen Klebespezialisten angebracht werden bombenfest und genau so lange und sicher wie normaler Hufbeschlag. Der Vorteil: keine Nagellöcher, die das ohnehin schon schwache Hornmaterial beschädigen. Das Pferd kann normal geritten werden und der Huf kann in ruhe nachwachsen, ohne dass ein zu großer Abrieb erfolgt. Nach 6-8 Wochen den Beschlag abnehmen, wieder äußerst schonend korrigieren und das Pferd  Bafuß lasen.

    Infos auch unter

    www.hufservice.at

    oder ein E. Mail an

    hufservice@aon.at

  •  08-07-2010, 9:26 2032842 Antwort zu 2032835

    AW: Hufschuhe, Hufeisen oder Barhuf?

    ich kenn mich ja nicht mit klebebeschlägen aus, aber sind da nicht auch wieder eisen unten dran, oder ist der beschlag koplett aus kuststoff?

    problem beim beschlag generell ist ja, dass der hufmechanismus nicht arbeitet und daher kein gutes hufmatierial nachwächst. wir haben beispielsweise bei einer stute schon einen positiven unterschied im nachwachsenden hufmaterial bemerkt, als sie im winter den hufgrip drin hatte. klar wenns gar nicht geht - und die hufschuhe nicht halten, dann kleben, aber sei mir nicht böse - um den preis, was mir ein klebebeschlag für 8 Wochen (!!!) auf 4 hufen kostet, kauf ich mir lieber hufschuhe und hab die aber längerfristig - und dann auch noch immer zur hand, wenn ichs für notwendig halte.

  •  08-07-2010, 9:46 2032845 Antwort zu 2032801

    AW: Hufschuhe, Hufeisen oder Barhuf?

    wildhorse:

    Fjordfan:
    aber es kann nicht falsch sein oder? also mein gedanke is dann immer "ich will ihm nicht schaden" kann ja sein dass es ihm  dann unangenehm ist wenn er da drauf gehen muss ^^' (ich bin ab und an ein kleiner schisser)

    Natürlich kann das falsch sein! Du musst immer auf Dein Pferd hören, wenn er nicht locker geht nimm Hufschuhe!
    Das hat teilweise nichts mit Gewöhnung und Hornabhärtung zu tun, wenn der Huf zu kurz ist oder die Sohle zu dünn, oder das Hufbein vorne runterdrückt usw. kann zuviel harter Boden oder Schotter durchaus in Huflederhautentzündung enden.

     

    ja klar, ich ging ja von einem pferd aus, dass ohne probs am harten boden geht ;)

  •  08-07-2010, 9:52 2032846 Antwort zu 2032842

    AW: Hufschuhe, Hufeisen oder Barhuf?

    was den preis angeht hast du schon recht, erika. aber es gibt auch fälle, wo man mit hufschuhe "nur" beim reiten nicht auskommt und das pferd vorübergehend dauerhaften hufschutz benötigt. da sind hufschuhe dann nicht so praktisch, besonders in der gatschzeit. denn die dinger sollten von jemanden täglich rauf und runter gegeben werden und dazwischen immer gründlich gereingt werden. wenn du nicht selber täglich vor ort bist, kann das gleich mal zum problem werden. außerdem kanns bei daueranwendung  zu wetzenden riemen kommen und da denk ich ist eine periode klebebeschlag schon eine überlegenswerte alternative.

     

  •  08-08-2010, 11:45 2033192 Antwort zu 2032846

    AW: Hufschuhe, Hufeisen oder Barhuf?

    kein pferd ist gleich, kein stall ist gleich.

    Zum Glück gibt es inzwischen schon einige alternativen zum eisenbeschlag als hufschutz. Zum Glück gibt es inzwischen sehr gute und praktische Hufschuhe. Ich hätte z.b. keine lust 1h mit dem anziehen der hufschuhe zu verbringen!

    Ich denke dass es inzwischen genug alternativen zum eisenbeschlag gibt, so dass man für jedes Pferd eine hilfe in der umstellungsphase auf barhuf hat. Wichtig ist halt eine kompetente unterstützung während der Zeit. Ich finde es auch von vorteil, wenn man in zukunft selbst die Hufe bearbeiten möchte mit unterstützung!

  •  08-08-2010, 20:51 2033430 Antwort zu 2032842

    AW: Hufschuhe, Hufeisen oder Barhuf?

    catori:
    ja klar, ich ging ja von einem pferd aus, dass ohne probs am harten boden geht ;)

    Das sind nach langjährigem Beschlag leider die wenigsten, und sehr oft überlegen ja gerade diejenigen PB die Eisenabnahme deren Pferde schon Probleme haben gulp

    Erika654:
    ich kenn mich ja nicht mit klebebeschlägen aus, aber sind da nicht auch wieder eisen unten dran, oder ist der beschlag koplett aus kuststoff?

    problem beim beschlag generell ist ja, dass der hufmechanismus nicht arbeitet und daher kein gutes hufmatierial nachwächst. wir haben beispielsweise bei einer stute schon einen positiven unterschied im nachwachsenden hufmaterial bemerkt, als sie im winter den hufgrip drin hatte. klar wenns gar nicht geht - und die hufschuhe nicht halten, dann kleben, aber sei mir nicht böse - um den preis, was mir ein klebebeschlag für 8 Wochen (!!!) auf 4 hufen kostet, kauf ich mir lieber hufschuhe und hab die aber längerfristig - und dann auch noch immer zur hand, wenn ichs für notwendig halte.

    Es gibt beides, sowohl kunststoffummantelte "Eisen" mit Klebelaschen als auch Klebeschalen ohne Eisen drin (z.B. http://www.easyboot.at/glue_on.htm).
    Allerdings sind auch bei den Eisenvarianten die Plastikklebelaschen so elastisch dass es eine deutliche Verbesserung des Wachstums gibt.
    Das gilt allerdings auch für die Wachstumsgeschwindigkeit, die dann oft doppelt so hoch ist wie mit Eisen. Also macht bitte nicht den Fehler, die Dinger unbedingt 8 Wochen drauflassen zu wollen weil sie ja so teuer waren. Da kann es sein dass der Huf ganz schön nach vorne rauswächst!

    Bei manchen ganz schleißigen Hufen und steinigen Tagespaddocks und ohne jemanden der die Schuhe an- und auszieht ist oft eine Weile Kunststoff nötig bis das Pferd barhuf zurechtkommt, da hats absolute Berechtigung - sofern man sich nicht überlegt die Bodenverhältnisse vorübergehend zu ändern...

  •  08-09-2010, 7:58 2033645 Antwort zu 2033430

    AW: Hufschuhe, Hufeisen oder Barhuf?

    muss hier einen kleinen aktuellen bericht abliefern.

    frau elfe konnte ja im winter barfuß nur auf wirklich weichem boden laufen. alles harte und vorallem schotter verursachte schmerzen - da bekam sie dann eben klebeschuhe.

    weiters hab ich den groben schotter im auslauf mit sand abgedeckt.

    den mittelteil der geschichte lass ich jetzt mal aus (der aufmerksame leser weiß ohnehin bescheid harharhar)

    jedenfalls war ich letztes wochenende auf kurs und wie ich am freitag dort ankam hat mich fast der schlag getroffen, als ich ein blick ins viereck geworfen habe.......... SCHOTTER!!!!! von sand/feinanteil bis zu 3 cm stücken........... und ich hatte die hufschuhe daheim vergessen. eine schlaflose nacht!!!!!!!

    erstaunlicher weise lief die elfe die beiden einheiten VÖLLIG problemlos auf diesem boden! es ist nichts ausgebrochen und es gab kein autschen oder fühliges gehen.

    am sa abend musste ich heim fahren und so konnte ich für sonntag dann die hufschuhe mitnehmen. (renegades)

    sonntag dann ist beide einheiten der trainer geritten und hat die elfe ausgetestet........... was  phasenweise in einem irren gezappel und beine-salat mit blitz-wendungen etc-pp geendet hat. und wenn die elfe dann gut marschiert ist, hat sie mal gezeigt, WAS da so gangmäßig in ihr steckt (=hohe knieaktion, viel raumgriff, und wäre sie beschlagen gewesen, so hätt ich ihr vermutlich einen stollenschutz aufn sattelgurt montieren müssen).

    tja - die hufschuhe haben das ALLES ohne auch nur einen mm zu verrutschen mitgemacht (und die elfe hat ordentlich campaneo). ich stufe renegades hiermit als "stierkampftauglich" ein (es war zwar kein stier anwesend, aber die manöver, die sie gezeigt hat - wenn auch ungefragt - standen DEM merlin um nichts nach)

  •  08-09-2010, 9:52 2033784 Antwort zu 2033645

    AW: Hufschuhe, Hufeisen oder Barhuf?

    ich hatte gestern auch einen renegades extremtest, die die hufschuhe mit bravour bestanden haben!

    40 cm gatsch, bei dem es jeden gummistiefel geliefert hätte.

    extremwanderweg mit hohen wurzeln und viel steinen. Dementsprechend immer wieder ausrutschen und lustige bewegungen!

  •  08-09-2010, 9:58 2033804 Antwort zu 2033784

    AW: Hufschuhe, Hufeisen oder Barhuf?

    Ich hatte mal vor ein paar Jahren auf StudiVZ in einem Forum eine seltsame Begegnung mit einem User namens Burnhard, der extremer Eisenverfächter war und uns Pro-Barhuf-User aufs heftigste beschimpft hat! harharhar Das ging so weit, dass wir den Thread gelöscht haben.

    Ottogravie, bist du nicht der ehemalige Burnhard? (Burnhard - Gans - Ottogravie) Woher dieser Sinneswandel? hehehehehe Gut so, gut so!

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